Digitalverstärker HV 3

Der mikroprozessorgesteuerte Leistungsverstärker für Modellbahnprofis
Passend zu allen Lenz-kompatiblen Modellbahnsteuerungen und zum Motorolaformat  
Gesamtleistung 10 Ampere, 2 x 5 Ampere
Betriebsartenwahlschalter für Lenz und Märklin=
Einstellbare Kurzschlußabschaltzeit 0,5 - 1 - 1,5 - 2 Sekunden
Geregelte Ausgangsspannung 16 - 24 Volt
Geregelter Ausgangsstrom 2 x 0 – 5 Ampere
Betriebswechselspannung bis 18 Volt
Betriebsstrom 11 Ampere
Mit Lüfter für dauerhaft gute Wärmeabfuhr
Empfohlener Sicherheitstrafo mit HF-Filter zur Unterdrückung von Netzstörungen:   TR 300 F, 14-16-18 Volt, 15 Ampere

Beschreibung

Allgemeines:

Um auch den Leistungsbedarf von großen digitalen Modellbahnanlagen abdecken zu können, wird die Anlage in verschiedene Versorgungsbereiche aufgeteilt, die dann über entsprechende Leistungsverstärker DigiVst versorgt werden. Hierbei ist es zweckmäßig, die Aufteilung so vorzunehmen, daß der Gesamtenergiebedarf aller Züge in einem Versorgungsabschnitt niemals die Maximalleistung des Verstärkers überschreitet. Der DigiVst wird eingangsseitig mit dem Digitalsignal versorgt und stellt bei Anschluß einer entsprechenden Energiequelle (Trafo) einen digitalen Ausgangsstrom von 2 x 5 Ampere zur Verfügung.

Hinweise für Anschluß und Betrieb

Eingangsenergie:

Wechselspannung (16 - 18V ) an Klemme 1 + 2. Maximaler Eingangsstrom 11 Ampere bei Vollast.

Signaleingang:

Rechteckwechselspannung 10-25V effektiv (Klemme 3 + 4), z.B. Klemme C und D der Lenz Zentrale LZ100, der Intellibox, und bei den neuen Arnoldzentralen. Bei Geräten mit Motorolaformat z.B. Märklin, wird das Steuersignal vom Gleisausgang abgeholt. Die Polung ist prinzipiell beliebig, siehe jedoch Abschnitt Eingangssignalprüfung, weiter hinten.

Ausgänge:

Es sind zwei Ausgänge vorhanden V 1 (Kl. 7 + 8) und V 2 (Kl. 9 + 10), die jeweils 5 Amp. Ausgangsstrom liefern, entsprechenden Eingangsstrom vorausgesetzt. Bei eventuell auftretenden Kurzschlüssen schaltet der im DigiVst eingebaute Microcontroller innerhalb einer wählbaren Zeit die Ausgangsspannung ab. Hierdurch werden auch bei eventuellen Entgleisungen Ihre Fahrzeuge optimal geschützt. Bei Zentralen die keine Klemme "E" haben erfolgt keine Weitergabe an die Zentrale, es wird bei diesen im Abstand von einigen Sekunden automatisch geprüft, ob die Kurzschlußsituation noch gegeben ist. Bei Lenz LZ100 und Zentralen mit gleichen Anschlußklemmen wird die Klemme E mit Klemme 5 vom DigiVst verbunden.

Hinweise zur Parallelschaltung:

Eine Parallelschaltung der Ausgänge sollte generell nicht erfolgen. In jedem Falle sollte der Ausgang, der das Eingangssignal (Klemme 3 + 4) für DigiVst liefert, nicht ständig mit einem Ausgang von DigiVst (Kl. 7 + 8 bzw. 9 + 10) parallel geschaltet sein. Eine kurzzeitige Parallelschaltung, z.B. bei Überfahrt von einem in den anderen Abschnitt, ist zulässig.

Eingangssignalprüfung:

Es wird eine Signalprüfung im DigiVst ausgeführt. In diesem Fall wird das Ausgangssignal nur freigeschaltet, wenn das Eingangssignal mit einer bestimmten Polung anliegt. Durch diese Maßnahme kann bei mehreren DigiVst sichergestellt werden, daß die Eingangssignalverdrahtung einheitlich ausgeführt ist. Jetzt ist nur noch sicherzustellen, daß Innen- und Außenschiene einheitlich angeklemmt sind, damit es zu keinem Kurzschluss bei der Überfahrt von benachbarten Abschnitten kommt.

Montagehinweise:

Der DigiVst wird im Profigehäuse geliefert. In allen Fällen ist für eine gute Wärmeabfuhr zu sorgen. Bei Vollast werden hier Temperaturen von über 50°C erreicht.

Leuchtdiodenanzeigen:

Die grüne LED zeigt vorhandene Energie an den Eingangsklemmen 1 + 2 (U+V) an.

Die gelbe LED zeigt ein fehlendes Eingangssignal mit schnellem Blinken an.

Die gelbe LED zeigt ein verpoltes Eingangssignal mit langsamem Blinken an.

Die beiden roten LED zeigen Kurzschlüsse an, für Klemmpunkte 7 + 8 (V1), für Klemmpunkte 9 + 10 (V2).

Die Abschaltzeit bei Kurzschluß sollte so kurz wie möglich eingestellt werden.

Betriebsartenwahlschalter:

Schalterstellung              Kurzschlußabschaltzeit in Sekunden

4                                                       2
5                                                    1,5
6                                                       1
7                                                     0,5

 

 

Sicherheitshinweise:

Achtung: Es ist unbedingt darauf zu achten, daß die verwendete Eingangsspannung vom Netz getrennt ist. Trafo mit Schutztrennzeichen verwenden. Der Geräteanschluss darf nur von Personen über 18 Jahren fachgerecht vorgenommen werden!

Der DigiVst ist unter Sicherheitsgesichtspunkten eine Stromversorgungseinrichtung mit relativ großer Leistungsabgabe. Bei hoher Belastung erwärmen sich beide Kühlbleche. Deshalb ist für ausreichende Kühlung zu sorgen. Bei Störungen (insbesondere bei Kurzschlüssen) in Ihrer Digitalanlage können diese zu einer hohen Stromabgabe führen, die erst bei Überschreitung eines bestimmten Stromes vom DigiVst erkannt wird und erst dann zur Spannungsabschaltung führt. Digitalanlagen dürfen generell nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Die vom DigiVst maximal abgegebene Leistung liegt in der Größenordnung von 250 Watt, es können also entsprechende Erwärmungen bei Kurzschlüssen in Ihrer Anlage auftreten. Bedenken Sie dies bitte auch bei der Auswahl von Drahtstärken innerhalb Ihrer Modellbahnanlage. Da wir auf Betriebsbedingungen beim Kunden keinen Einfluß haben, haften wir nur bei Fertigungsfehlern bis zur Höhe des Gerätewertes. Diese Bedingungen werden beim Kauf als rechtsverbindlich anerkannt. Sollte der Kunde mit den Ausschlußbedingungen nicht einverstanden sein, kann er das Gerät sofort zurückgeben. Bei Geräteinbetriebnahme gelten diese Bedingungen als rechtsverbindlich anerkannt.

Anschluss- und Blockschaltbild für Digitalverstärker HV 3

 

Anschlusshinweise für HV3

 

 

 

 

Wichtiger Hinweis:

Je niedriger die Ausgangsspannung eingestellt wird, desto niedriger muß auch die Eingangswechselspannung sein, da alles was an Spannung nicht gebraucht wird in Wärme umgesetzt wird und bei zu großem Unterschied zur Zerstörung der Spannungsregelung führt.