POWERPACK
Beschreibung
Digitalverstärker mit
Sicherheitstransformator, Hochfrequenzfilter und Überspannungsschutz.
Allgemeines:
Um auch den Leistungsbedarf von großen
digitalen Modellbahnanlagen abdecken zu können, wird die Anlage in
verschiedene Versorgungsbereiche aufgeteilt, die dann über entsprechende
Leistungsverstärker POWERPACK versorgt werden. Hierbei ist es
zweckmäßig, die Aufteilung so vorzunehmen, daß der Gesamtenergiebedarf
aller Züge in einem Versorgungsabschnitt niemals die Maximalleistung des
Verstärkers überschreitet. Der POWERPACK wird eingangsseitig mit dem
Digitalsignal versorgt und stellt einen digitalen Ausgangsstrom von 2 x
7,5 Ampere zur Verfügung.
Die Dauerleistung bei normaler
Raumtemperatur beträgt 300 Watt.
Hinweise für Anschluß und Betrieb
Eingangsenergie:
Wechselspannung 18 Volt an Klemme 1 + 2.
Die Polung ist beliebig. Maximaler Eingangsstrom 15 Ampere bei Vollast.
Signaleingang:
Rechteckwechselspannung 10-25V effektiv
(Klemme 3 + 4), z.B. Klemme C und D der Lenz Zentrale LZ100 oder Klemme 0
und B einer Central Unit von Arnold oder Märklin. Die Polung ist
prinzipiell beliebig, siehe jedoch Abschnitt Eingangssignalprüfung,
weiter hinten. Auch für Märklin (Motorolaformat), Intellibox und ZIMO
geeignet. Mit Zusatzplatine für den I/O-Port auch mit dem LH200 direkt zu
betreiben.
Ausgänge:
Es sind zwei Ausgänge vorhanden V 1 (Kl. 7
+ 8) und V 2 (Kl. 9 + 10), die jeweils 7,5 Amp. Ausgangsstrom liefern,
entsprechenden Eingangsstrom vorausgesetzt. Eine Parallelschaltung
mehrerer Ausgänge sollte grundsätzlich nicht erfolgen. Bei eventuell
auftretenden Kurzschlüssen schaltet der im POWERPACK eingebaute
Microcontroller innerhalb einer wählbaren Zeit die Ausgangsspannung ab.
Hierdurch werden auch bei eventuellen Entgleisungen Ihre Fahrzeuge optimal
geschützt. Wahlweise kann diese Abschaltung auf den angeschlossenen
Abschnitt begrenzt werden.Erfolgt keine Weitergabe an die Zentrale, so
wird im Abstand von einigen Sekunden automatisch geprüft, ob die
Kurzschlußsituation noch gegeben ist. Für die Weitergabe an die Zentrale
wird je nach Zentrale unterschiedlich verfahren:
Bei Lenz LZ100 wird die Klemme E mit Klemme
5 vom POWERPACK verbunden.
Bei der Intellibox wird auf gleiche Art
angeschlossen.
Hinweise zur Parallelschaltung:
Eine Parallelschaltung der Ausgänge des
POWERPACK sollte generell nicht erfolgen, da der Ausgangsstrom von 7,5
Ampere immer ausreicht. Die Schienenverbinder müssen eine sehr gute
Kontaktgabe haben, damit die Kurzschlußabschaltung richtig arbeiten kann,
und somit kein Geräteschaden am POWERPACK entstehen kann. Geschraubten
Schienenverbindern ist dabei der Vorzug zu geben.
Eingangssignalprüfung:
Es wird eine Signalprüfung im POWERPACK
ausgeführt. In diesem Fall wird das Ausgangssignal nur freigeschaltet,
wenn das Eingangssignal mit einer bestimmten Polung anliegt. Durch diese
Maßnahme kann bei mehreren POWERPACK sichergestellt werden, daß die
Eingangssignalverdrahtung einheitlich ausgeführt ist. Jetzt ist nur noch
sicherzustellen, daß Innen- und Außenschiene einheitlich angeklemmt
sind, damit es zu keinem Kurzschluß bei der Überfahrt von benachbarten
Abschnitten kommt.
Montagehinweise:
Der POWERPACK wird im Profigehäuse
geliefert. In allen Fällen ist für eine gute Wärmeabfuhr zu sorgen. Bei
Vollast werden hier Temperaturen von über 50°C erreicht.
Leuchtdiodenanzeigen:
Die grüne LED zeigt vorhandene Energie an
den Eingangsklemmen 1 + 2 (U+V) an.
Die gelbe LED zeigt ein fehlendes
Eingangssignal mit schnellem Blinken an.
Die gelbe LED zeigt ein verpoltes
Eingangssignal mit langsamem Blinken an.
Die beiden roten LED zeigen Kurzschlüsse
an, für Klemmpunkte 7 + 8 (V1), für Klemmpunkte 9 + 10 (V2).
Die Abschaltzeit bei Kurzschluß sollte so
kurz wie möglich eingestellt werden.
Betriebsartenwahlschalter:
Schalterstellung
Kurzschlußabschaltzeit in Sekunden
4
2
5
1,5
6
1
7
0,5


Sicherheitshinweise:
Achtung: Der Geräteanschluß darf
nur von Personen über 18 Jahren fachgerecht vorgenommen werden!
Der POWERPACK ist unter
Sicherheitsgesichtspunkten eine Stromversorgungseinrichtung mit relativ
großer Leistungsabgabe. Bei hoher Belastung erwärmen sich beide
Kühlbleche. Deshalb ist für ausreichende Kühlung zu sorgen. Bei
Störungen (insbesondere bei Kurzschlüssen) in Ihrer Digitalanlage
können diese zu einer hohen Stromabgabe führen, die erst bei
Überschreitung eines bestimmten Stromes vom POWERPACK erkannt wird und
erst dann zur Spannungsabschaltung führt. Digitalanlagen dürfen generell
nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Die vom POWERPACK maximal
abgegebene Leistung liegt in der Größenordnung von 360 Watt, es können
also entsprechende Erwärmungen bei Kurzschlüssen in Ihrer Anlage
auftreten. Bedenken Sie dies bitte auch bei der Auswahl von Drahtstärken
innerhalb Ihrer Modellbahnanlage. Da wir auf Betriebsbedingungen beim
Kunden keinen Einfluß haben, haften wir nur bei Fertigungsfehlern bis zur
Höhe des Gerätewertes. Diese Bedingungen werden beim Kauf als
rechtsverbindlich anerkannt. Sollte der Kunde mit den
Ausschlußbedingungen nicht einverstanden sein, kann er das Gerät sofort
zurückgeben. Bei Geräteinbetriebnahme gelten diese Bedingungen als
rechtsverbindlich anerkannt. Dinge, die grundsätzlich beim Betrieb zu
beachten sind: In die Verstärkerausgänge darf weder Gleichspannung noch
Wechselspannung hineingeraten. Dies gilt auch bei Überfahrten in
konventionell betriebene Gleisabschnitte. Generell sollte man jede Lok
einzeln mit einem neu eingebauten Verstärker in ihrem Fahrverhalten
testen. Auf das Fahren mit einer analogen Lok
unter Adresse 0 sollte generell verzichtet werden, da die in vielen Loks
eingebaute Elektronik sonst Schaden nimmt. Spannungsmessung an den
Verstärkerausgängen ist nur unter Vorschaltung eines
Brückengleichrichters mit einem Digitalmultimeter im
Gleichspannungsmeßbereich möglich. Bei technischen Problemen : Tel.:
04102 / 58747 Fax: 58787
Anschluss-
und Blockschaltbild für Powerpack

Anschlußhinweise
für Powerpack



Wichtiger Hinweis:
Je niedriger die Ausgangsspannung
eingestellt wird, desto niedriger muß auch die Eingangswechselspannung
sein, da alles was an Spannung nicht gebraucht wird in Wärme umgesetzt
wird und bei zu großem Unterschied zur Zerstörung der Spannungsregelung
führt.