POWERPACK

Digitalverstärker mit Sicherheitstransformator, Hochfrequenzfilter und Überspannungsschutz

Microprozessorgesteuerter Betriebsablauf
Passend zu allen Lenz-kompatiblen Modellbahnsteuerungen und zum Motorolaformat
Gesamtleistung 15 Ampere, 2 x 7,5 Ampere, railcomfähig
Einstellbare Kurzschlußabschaltzeit 0,5 - 1 - 1,5 - 2 Sekunden
Geregelte Ausgangsspannung 16 - 24 Volt einstellbar
Geregelter Ausgangsstrom 2 x 0 – 7,5 Ampere
Betriebswechselspannung 18 Volt
Betriebsstrom 15 Ampere
Sicherheitstrafo mit HF-Filter zur Unterdrückung von Netzstörungen 18 Volt 15 Ampere
Überspannungsschutz


                             POWERPACK

Beschreibung

Digitalverstärker mit Sicherheitstransformator, Hochfrequenzfilter und Überspannungsschutz.

Allgemeines:

Um auch den Leistungsbedarf von großen digitalen Modellbahnanlagen abdecken zu können, wird die Anlage in verschiedene Versorgungsbereiche aufgeteilt, die dann über entsprechende Leistungsverstärker POWERPACK versorgt werden. Hierbei ist es zweckmäßig, die Aufteilung so vorzunehmen, daß der Gesamtenergiebedarf aller Züge in einem Versorgungsabschnitt niemals die Maximalleistung des Verstärkers überschreitet. Der POWERPACK wird eingangsseitig mit dem Digitalsignal versorgt und stellt einen digitalen Ausgangsstrom von 2 x 7,5 Ampere zur Verfügung.

Die Dauerleistung bei normaler Raumtemperatur beträgt 300 Watt.

Hinweise für Anschluß und Betrieb

Eingangsenergie:

Wechselspannung 18 Volt an Klemme 1 + 2. Die Polung ist beliebig. Maximaler Eingangsstrom 15 Ampere bei Vollast.

Signaleingang:

Rechteckwechselspannung 10-25V effektiv (Klemme 3 + 4), z.B. Klemme C und D der Lenz Zentrale LZ100 oder Klemme 0 und B einer Central Unit von Arnold oder Märklin. Die Polung ist prinzipiell beliebig, siehe jedoch Abschnitt Eingangssignalprüfung, weiter hinten. Auch für Märklin (Motorolaformat), Intellibox und ZIMO geeignet. Mit Zusatzplatine für den I/O-Port auch mit dem LH200 direkt zu betreiben.

Ausgänge:

Es sind zwei Ausgänge vorhanden V 1 (Kl. 7 + 8) und V 2 (Kl. 9 + 10), die jeweils 7,5 Amp. Ausgangsstrom liefern, entsprechenden Eingangsstrom vorausgesetzt. Eine Parallelschaltung mehrerer Ausgänge sollte grundsätzlich nicht erfolgen. Bei eventuell auftretenden Kurzschlüssen schaltet der im POWERPACK eingebaute Microcontroller innerhalb einer wählbaren Zeit die Ausgangsspannung ab. Hierdurch werden auch bei eventuellen Entgleisungen Ihre Fahrzeuge optimal geschützt. Wahlweise kann diese Abschaltung auf den angeschlossenen Abschnitt begrenzt werden.Erfolgt keine Weitergabe an die Zentrale, so wird im Abstand von einigen Sekunden automatisch geprüft, ob die Kurzschlußsituation noch gegeben ist. Für die Weitergabe an die Zentrale wird je nach Zentrale unterschiedlich verfahren:

Bei Lenz LZ100 wird die Klemme E mit Klemme 5 vom POWERPACK verbunden.

Bei der Intellibox wird auf gleiche Art angeschlossen.

Hinweise zur Parallelschaltung:

Eine Parallelschaltung der Ausgänge des POWERPACK sollte generell nicht erfolgen, da der Ausgangsstrom von 7,5 Ampere immer ausreicht. Die Schienenverbinder müssen eine sehr gute Kontaktgabe haben, damit die Kurzschlußabschaltung richtig arbeiten kann, und somit kein Geräteschaden am POWERPACK entstehen kann. Geschraubten Schienenverbindern ist dabei der Vorzug zu geben.

Eingangssignalprüfung:

Es wird eine Signalprüfung im POWERPACK ausgeführt. In diesem Fall wird das Ausgangssignal nur freigeschaltet, wenn das Eingangssignal mit einer bestimmten Polung anliegt. Durch diese Maßnahme kann bei mehreren POWERPACK sichergestellt werden, daß die Eingangssignalverdrahtung einheitlich ausgeführt ist. Jetzt ist nur noch sicherzustellen, daß Innen- und Außenschiene einheitlich angeklemmt sind, damit es zu keinem Kurzschluß bei der Überfahrt von benachbarten Abschnitten kommt.

Montagehinweise:

Der POWERPACK wird im Profigehäuse geliefert. In allen Fällen ist für eine gute Wärmeabfuhr zu sorgen. Bei Vollast werden hier Temperaturen von über 50°C erreicht.

Leuchtdiodenanzeigen:

Die grüne LED zeigt vorhandene Energie an den Eingangsklemmen 1 + 2 (U+V) an.

Die gelbe LED zeigt ein fehlendes Eingangssignal mit schnellem Blinken an.

Die gelbe LED zeigt ein verpoltes Eingangssignal mit langsamem Blinken an.

Die beiden roten LED zeigen Kurzschlüsse an, für Klemmpunkte 7 + 8 (V1), für Klemmpunkte 9 + 10 (V2).

Die Abschaltzeit bei Kurzschluß sollte so kurz wie möglich eingestellt werden.

Betriebsartenwahlschalter:

             Schalterstellung              Kurzschlußabschaltzeit in Sekunden

                   4                                                       2

                   5                                                    1,5

                   6                                                       1

                   7                                                     0,5

 

Sicherheitshinweise:

Achtung: Der Geräteanschluß darf nur von Personen über 18 Jahren fachgerecht vorgenommen werden!

Der POWERPACK ist unter Sicherheitsgesichtspunkten eine Stromversorgungseinrichtung mit relativ großer Leistungsabgabe. Bei hoher Belastung erwärmen sich beide Kühlbleche. Deshalb ist für ausreichende Kühlung zu sorgen. Bei Störungen (insbesondere bei Kurzschlüssen) in Ihrer Digitalanlage können diese zu einer hohen Stromabgabe führen, die erst bei Überschreitung eines bestimmten Stromes vom POWERPACK erkannt wird und erst dann zur Spannungsabschaltung führt. Digitalanlagen dürfen generell nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Die vom POWERPACK maximal abgegebene Leistung liegt in der Größenordnung von 360 Watt, es können also entsprechende Erwärmungen bei Kurzschlüssen in Ihrer Anlage auftreten. Bedenken Sie dies bitte auch bei der Auswahl von Drahtstärken innerhalb Ihrer Modellbahnanlage. Da wir auf Betriebsbedingungen beim Kunden keinen Einfluß haben, haften wir nur bei Fertigungsfehlern bis zur Höhe des Gerätewertes. Diese Bedingungen werden beim Kauf als rechtsverbindlich anerkannt. Sollte der Kunde mit den Ausschlußbedingungen nicht einverstanden sein, kann er das Gerät sofort zurückgeben. Bei Geräteinbetriebnahme gelten diese Bedingungen als rechtsverbindlich anerkannt. Dinge, die grundsätzlich beim Betrieb zu beachten sind: In die Verstärkerausgänge darf weder Gleichspannung noch Wechselspannung hineingeraten. Dies gilt auch bei Überfahrten in konventionell betriebene Gleisabschnitte. Generell sollte man jede Lok einzeln mit einem neu eingebauten Verstärker in ihrem Fahrverhalten testen.  Auf das Fahren mit einer analogen Lok unter Adresse 0 sollte generell verzichtet werden, da die in vielen Loks eingebaute Elektronik sonst Schaden nimmt. Spannungsmessung an den Verstärkerausgängen ist nur unter Vorschaltung eines Brückengleichrichters mit einem Digitalmultimeter im Gleichspannungsmeßbereich möglich. Bei technischen Problemen : Tel.: 04102 / 58747 Fax: 58787

 

                Anschluss- und Blockschaltbild für Powerpack

 

                   Anschlußhinweise für Powerpack

 

 

 

 

Wichtiger Hinweis:

Je niedriger die Ausgangsspannung eingestellt wird, desto niedriger muß auch die Eingangswechselspannung sein, da alles was an Spannung nicht gebraucht wird in Wärme umgesetzt wird und bei zu großem Unterschied zur Zerstörung der Spannungsregelung führt.